Apherese Spender
Blutplättchen (Thrombozyten):
Die Thrombozyten sind ein Teil unseres Gerinnungssystems. Wenn Patienten zu wenige Thrombozyten haben, besteht die Gefahr, dass Wunden sich nicht richtig schließen können oder spontan Blutungen auftreten, die im Extremfall lebensbedrohlich werden können. Solche Patienten sind auf gesunde freiwillige Spender angewiesen, die einen Teil ihrer Thrombozyten spenden. Dazu werden die Spender für 1- 1 ½ Stunden an einen so genannten Zellseparator angeschlossen. Dieses Gerät sammelt einen Teil der Thrombozyten ab und gibt den Rest des Blutes wieder zurück. Dadurch ist der Flüssigkeitsverlust nur gering und das Verfahren ist sehr kreislaufschonend.Wenn Sie solchen Patienten helfen wollen und
- gesund sind
- zwischen 18 und 60 Jahre alt sind,
- über 50 kg schwer sind und
- nicht zu einer HIV-Risikogruppe gehören und
- montags- donnerstags zwischen 8:00 und 16:00 Uhr regelmäßig (normalerweise 14-tägiger Spendeabstand) ca. 2 Stunden Zeit haben,
Information zur Thrombozytapherese (PDF-Dokument 27KB)
Blutstammzellen:
Vor allem Patienten die an Blutkrebs (Leukämie) oder Lymphknotenkrebs leiden,
lassen sich manchmal nur durch eine Transplantation von Blutstammzellen gesunder Spender heilen.
Link zu Knochenmark-Blutstammzelltransplantation?
Als Spender kommen Verwandte der Patienten, aber vor allem auch zunehmend unverwandte gesunde freiwillige Spender in Frage. Für manche Patienten mit seltenen Gewebemerkmalen ist es sehr schwer, einen passenden Spender zu finden.
Wenn Sie bereit sind, solchen Patienten zu helfen und
- gesund,
- zwischen 18 und 55 Jahre alt,
- über 50 kg schwer sind und
- nicht zu einer HIV-Risikogruppe gehören
Für nähere Informationen empfehlen wir Ihnen die Homepage der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gGmbH.
Zur Spende von Blutstammzellen gibt es heute zwei Möglichkeiten:
- Die Knochenmarkentnahme, die unter stationären Bedingungen in unserer Klinik durchgeführt wird (Link OA Schuler o. ä.?)
- Spende sog. peripherer Blutstammzellen: Bei einer ausführlichen ärztlichen Untersuchung, die auch Blutentnahmen, ein EKG und eine Ultraschalluntersuchung beinhaltet wird zunächst die Tauglichkeit zur Stammzellspende festgestellt. Danach erhält der Spender über 4-5 Tage ein Medikament (G-CSF, ein Wachstumsfaktor für weiße Blutkörperchen) gespritzt, der einen Teil der Stammzellen aus dem Knochenmark ins Blut freisetzt. Dieses Medikament führt bei einigen Spendern vorübergehend zu grippeartigen Nebenwirkungen, ist ansonsten aber gut verträglich. Die Spende erfolgt mit einem Blutzellseparator, an den der Spender für ca. 4 Stunden angeschlossen wird. Das Gerät sammelt einen Teil der weißen Blutkörperchen, der die Stammzellen enthält und gibt alle anderen Blutbestandteile sofort an den Spender zurück. Je nach Anzahl der gewonnenen Blutstammzellen wird diese Prozedur an 1 oder 2 Tagen durchgeführt.
Informationsblatt zur Stammzellapherese (Granocyte) (PDF Dokument 78KB)
Granulozyten:
Einige Patienten haben z.B. als Folge einer Chemotherapie vorübergehend zu wenige weiße Blutkörperchen. Manchmal treten in dieser Zeit lebensbedrohliche Infektionen auf, die durch Medikamente gegen Krankheitserreger (Bakterien oder Pilze) nicht ausreichend behandelt werden können. Bei solchen Patienten kann die Transfusion weißer Blutkörperchen (sog. Granulozyten) einen zusätzlichen Beitrag zur Überwindung der Infektion leisten. Auch dafür sind gesunde, freiwillige verwandte oder unverwandte Blutspender erforderlich. Eine besondere Übereinstimmung der Gewebemerkmale zwischen Spender und Empfänger oder die Übereinstimmung der Blutgruppe sind hier nicht Bedingung.
Da gesunde Spender für eine Spende zu wenig Granulozyten im Blut haben, muss man vor der Spende zur Vermehrung der Granulozyten ebenfalls das Medikament G-CSF verabreichen, allerdings in wesentlich geringerer Dosierung als vor einer Stammzellspende (einmalige Injektion 12-16 Stunden vor der Spende). Zusätzlich wird bei einigen Spendern ein Cortisonpräparat (Tablette) verordnet. Die Spende erfolgt mittels eines Blutzellseparators, an den der Spender für ca. 3 Stunden angeschlossen wird. Dieses Gerät sammelt die Granulozyten und gibt alle übrigen Blutbestandteile an den Spender zurück.
Informationsblatt zur Granulozytenspende (PDF-Dokument 78KB)