Sortimentsliste
Periphere Blutstammzellpräparate
Hergestellt werden diese Präparate im Arbeitsbereich Hämapherese/Leukozytenpräparate im Haus 59.
Die Gewinnung peripherer Blutstammzellen wird bei allogenen Spendern nach G-CSF-Gabe über 5 bzw. 6 Tage sowie autolog bei Patienten nach Chemotherapie und G-CSF-Gabe oder im „Steady state“ mittels Leukapherese durchgeführt.
Vor Abgabe der Präparate werden teilweise noch weitere Herstellungsverfahren angewandt wie das Einfrieren der Zellen sowie CD34-, CD133-Anreicherung und Knochenmarkpräparate
Knochenmarkpräparate werden sowohl zur autologen als auch allogenen Transplantation im Arbeitsbereich Knochenmarkherstellung im Haus 59 hergestellt.
Entsprechend Konstellation der Blutgruppen von Spender und Empfänger im AB0-System sowie beim Einfrieren der Zellen ist zum Teil die Durchführung weiterer Herstellungsverfahren erforderlich.
| Kompatibilität | Spender | ||||
| A | B | 0 | AB | ||
| Empfänger (Patient) |
A | kompatibel | major minor |
minor | major |
| B | major minor |
kompatibel | minor | major | |
| 0 | major | major | kompatibel | major | |
| AB | minor | minor | minor | kompatibel | |
Dazu zählen die MNC-Anreicherung mit Cobe Spectra bei Major-Inkompatibilität im Arbeitsbereich Hämapherese/Leukozytenpräparate im Haus 59 und die Reduktion des Plasmas bei Minor-Inkompatibilität im Arbeitsbereich Stammzell-Labor.
Knochenmarkpräparate können vor Abgabe ebenfalls CD34-angereichert und CD3/CD19-depletiert werden.
Lymphozytenkonzentrate
Hergestellt werden diese Präparate im Arbeitsbereich Hämapherese/Leukozytenpräparate im Haus 59.
Die Gewinnung von Lymphozytenkonzentraten in allogener Spende wird mittels Leukapherese, im Unterschied zu Blutstammzellpräparaten jedoch ohne vorheriger G-CSF-Gabe durchgeführt.
Mit einem Durchflusszytometer wird der Gehalt an T-Lymphozyten (CD3-positive Zellen) ermittelt. Die Portionierung erfolgt so, dass mehrere Gaben mit ansteigender Dosierung möglich sind.
Die Gabe von Spenderlymphozyten in ansteigender Dosis stellt eine sehr effektive Therapie des Leukämierückfalls (Rezidiv) nach allogener Blutstammzelltransplantation dar. Meist wird bei verwandten Spendern mit 1 x 107/kg bzw. bei unverwandtem Spender mit 1 x 106/kg CD3+ positiven Zellen begonnen. Bei Chronischer myeloischer Leukämie (CML) kann nach Spenderlymphozytengabe mit einer Ansprechrate von 70% gerechnet werden.