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Qualitätskontrolle

Zellzahlbestimmung und Differenzierung

Prüflabor ist das Hämatologische Speziallabor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I.


Durchflusszytometrische Messungen

Prüflabor ist das Hämatologische Speziallabor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I.

Messprinzip:

Durchflusszytometer sind opto-elektronische Meßsysteme, die optische Signale unterschiedlicher Qualität (Lichtstreuung und Fluoreszenzsignale) detektieren. Spezifische Antikörper, die mit Fluoreszenzfarbstoffen markiert sind, werden an die Zellen gekoppelt. Diese Farbstoffe sind mit der Lichtquelle im Durchflußzytometer anregbar, so daß entstehendes Fluoreszenzlicht im Gerät detektiert werden kann.

Mit dieser Methode kann der Anteil bestimmter Zellpopulationen in den Präparaten quantitativ bestimmt werden.

Darstellung der Größe (FSC) und Granularität (SSC) gemessener, markierter Zellen Darstellung von CD34- (Blutstammzell-Marker) und CD45-markierten Zellen (Leukozyten-Marker) , die Blutstammzellen sind in beiden Abbildungen als rote Punktwolke zu sehen.

Vitalitätsteste

Prüflabor ist das Stammzell-Labor der Medizinischen Klinik und Poliklinik I.

Messprinzip:

In einem semisoliden Medium (MethoCult GF+ H4435) können sich aus den hämatopoetischen Vorläuferzellen durch Einschränkung der Zell-Bewegung Kolonien bilden. Innerhalb der 14-tägigen Kultur in einem Begasungsbrutschrank geht die Mehrzahl der reifen Zellen unter.

Die Kolonie-bildenden Einheiten (CFU) werden unter einem Umkehrmikroskop differenziert und quantifiziert.

Abb. links und rechts außen: Kolonie aus Erythrozyten; Abb. in der Mitte: Kolonie aus Leukozyten


Minimalen Resterkrankung

Bei autologen Präparaten gibt es verschiedene hoch-sensitive, spezifische Methoden zum Nachweis von Tumorzellen, der „Minimalen Resterkrankung“ (MRD). Angewandt werden molekularbiologische, zytogenetische und immunphänotypische Verfahren.

Bei einigen Erkrankungen können in autologen Blutstammzellpräparaten mit den o. g. Methoden noch Tumorzellen mit einer Sensitivität von bis zu 10-6 (PCR) nachgewiesen werden. Die Menge an verbleibenden Tumorzellen im Transplantat ist meist negativ mit der Prognose nach Therapie assoziiert.


Chimärismusanalysen

Prüflabor ist das Labor für Molekulare Diagnostik der Medizinischen Klinik und Poliklinik I.

Nach allogener Transplantation erfolgen in regelmäßigen Abständen Chimärismusanalysen zum Nachweis des Anwachsens der Transplantate.

Mit dem Subset-Chimärismus, bei dem nur einzelne Zellpopulationen nach Isolierung am Zellsorter betrachtet werden, steht in unserer Einrichtung eine noch empfindlichere Methode zur Verfügung. Diese ermöglicht eine frühzeitigere Optimierung der Behandlung nach Transplantation von Blutstammzellen.

Der Abfall des Spender-Chimärismus in CD34+ Progenitorzellen geht bei Leukämien einem hämatologischen Rezidiv in einigen Fällen bis zu 3 Monate voraus. Die Erkennung ermöglicht demnach eine therapeutische Intervention wie z. B. die Gabe von Spenderlymphozyten.

Der Chimärismus im Lymphozytenkompartiment ermöglicht eine Überwachung der Immunrekonstitution nach allogener Transplantation.


Sterilkontrollen

Prüflabor ist das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene des Universitätsklinikums Dresden.

Die Sterilkontrollen werden unter Berücksichtigung der „Mindestanforderungen zur Sterilitätstestungen von Blutkomponenten“, formuliert im Votum V16 des Arbeitskreises Blut unter Mitwirkung des Paul-Ehrlich-Institutes und der Bundesärztekammer durchgeführt.