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Palliativmedizin

Klinische palliativmedizinische Tätigkeit

Grundlage palliativmedizinischer Tätigkeit ist die Integration im tagtäglichen ärztlichen Handeln für schwerkranke Tumorpatienten am Krankenbett, in der Tagesklinik und der Ambulanz. Besonders die Vernetzung zwischen den in der Klinik gewonnenen Untersuchungsergebnissen mit den ambulanten home-care-Diensten und entsprechender kommunikativer Führung des Patienten und seiner Angehörigen trägt oft dazu bei, dem Patienten eine letzte Lebenszeit in der häuslichen Umgebung zu ermöglichen.
Klinikinterne Weiterbildungen sorgen dafür, dass die Mitarbeiter über aktuelle palliativmedizinische Kenntnisse – insbesondere in der Schmerztherapie – verfügen.
Für spezielle palliativmedizinische Probleme gibt es einen palliativmedizinischen Konsiliardienst, der innerhalb der Medizinischen Klinik und Poliklinik I, aber auch in anderen Kliniken auf Anforderung tätig ist.

Was ist Palliativmedizin?

Palliativmedizin ist ein Gesamtkonzept mit folgendem Inhalt:

  1. Exzellente Schmerz- und Symptomkontrolle
  2. Integration der psychischen, sozialen und seelsorgerischen Bedürfnisse des Patienten, der Angehörigen und des Behandlungsteams sowohl bei der Krankheit als auch beim Sterben und in der Zeit danach
  3. Akzeptanz des Todes als ein Teil des Lebens. Durch eine deutliche Bejahung des Lebens soll der Tod weder beschönigt noch hinausgezögert werden. Palliativmedizin ist eine eindeutige Absage an die aktive Sterbehilfe.
  4. Kompetenz in den wichtigen Fragen der Kommunikation und Ethik
(Zit. nach: S.Husebö, E.Klaschik Palliativmedizin. Springer 1998)


Palliativmedizin ist begrifflich abzugrenzen von der palliativen Tumortherapie.
Dieser Begriff wird der kurativen Tumortherapie gegenübergestellt. Während eine Therapie mit dem Ziel der dauerhaften Beseitigung des bösartigen Leidens als kurativ bezeichnet wird, wird eine (chirurgische, strahlentherapeutische oder chemotherapeutische) Therapie mit dem Ziel der Tumorverkleinerung und Lebensverlängerung als palliative Tumortherapie bezeichnet. Patienten können in dieser Therapiephase oftmals gut leistungsfähig sein und noch Jahre des Lebens vor sich haben.
Im Gegensatz zur palliativen Tumortherapie richtet sich Palliativmedizin allein auf Symptomlinderung, auf Leidenslinderung des Patienten in seiner unmittelbar letzten Lebenszeit.
Die begriffliche Nähe und zugleich der erhebliche inhaltliche Unterschied darf nicht zu Verwechslungen führen, die zu falschen Vorstellungen des Betroffenen von seiner Lebensperspektive führen und damit folgenschwer sein können. Es ist deshalb in jedem Dialog wichtig sich zu vergewissern, was der Gesprächspartner mit „Palliativmedizin“ oder „Palliativtherapie“ versteht. Bei kleinsten Unsicherheiten sollte unbedingt sofort nachgefragt werden.


Kooperation mit anderen Einrichtungen und Mitwirkung an gemeinsamen Veranstaltungen

Die Medizinische Klinik und Poliklinik I pflegt auf palliativmedizinischem Gebiet eine enge Zusammenarbeit mit dem Tumorzentrum Dresden e.V., mit der Universitätsschmerzzentrum an der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin und mit weiteren Kliniken des Universitätsklinikums, mit dem Krankenhaus St. Joseph-Stift Dresden und weiteren Einrichtungen.


Palliativmedizin und Ethik in der Studentenausbildung

Die Klinik ist in der Studentenausbildung für das Gebiet der Palliativmedizin mit mehreren Lehrveranstaltungen präsent. Für Anfragen steht Ihnen PD Dr. Schuler zur Verfügung.


Ă–ffentlichkeitsarbeit fĂĽr palliativmedizinische Inhalte

  • Ă–ffentliche Diskussion zum Gesetzgebungsverfahren fĂĽr ein neues Betreuungsrecht. (Juristische Stellung von PatientenverfĂĽgungen, Vorsorgevollmachten usw.).
  • Vorträge und Filme

Symposiumsreihe „Dresdner hämatologisch-onkologische Gespräche“

Chronologie der Symposiumsreihe und ihrer Veröffentlichung
Chronologie (PDF-Dokument 21kb)

18. Dresdner hämatologisch–onkologisches Gespräch 2005
Thema: Leben mit Krebs (Vorprogramm als PDF-Dokument 60kb)

Das Vorprogramm und das endgĂĽltige Programm des jeweils folgenden Symposiums finden Sie hier (PDF-Dokument)