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Arbeitsgebiete in der Hämatologie

Hämatologie ist die Lehre von den Krankheiten des Blutes. Hierzu gehören natürlich die Akuten und Chronischen Leukämien, aber auch andere Erkrankungen, die von Blutzellen oder deren Vorläufern ihren Ausgang nehmen (z.B. Myelodysplastisches Syndrom, Lymphome, Plasmozytome, Polyzythämia vera u.a.).
Gutartige Veränderungen des Blutes können ebenfalls eine Behandlung durch einen spezialisierten Hämatologen notwendig machen. Hierzu gehören angeborene oder erworbene Formen der Blutarmut (Anämien wie z.B. Thalassämie, Sichelzellanämie u.a.), reaktive Veränderungen nach Infektionen und ähnliches. Das Immunsystem ist mit den Zellen des Blutes eng verflochten, weshalb auch die Abklärung und Mitbetreuung bei bestimmten Formen der Immunschwäche (z.B. angeborene Antikörpermangelsyndrome) eine Aufgabe der Hämatologie darstellt. Patienten mit HIV-Erkrankung werden interdisziplinär primär durch die Immunschwächeambulanz der Dermatologie betreut.

Neben den Erkrankungen der Blutzellen sind Gerinnungsstörungen (Erkrankungen des Blutplasmas) ein Arbeitsgebiet, in dem Diagnostik und Therapie sowohl von Blutungsübeln (Hämophilie, Von-Willebrand-Jürgens- Erkrankung u.a.) als auch von Erkrankungen mit Thromboseneigung (in Zusammenarbeit mit der Angiologie) erfolgt. Die Bereiche Stammzelltransplantation und Hämatologie weisen weit überlappende Aufgabenbereiche und personelle Zuständigkeiten auf, die in enger Zusammenarbeit wahrgenommen werden.